Buwog-Prozess: Ab Dienstag wird Grasser befragt

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Ab 19. Juni soll Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser befragt werden. Walter Meischberger wollte den Staatsanwälten am Donnerstag meist nicht antworten


Wien/Linz – Am 40. Tag des Korruptionsprozesses gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und andere wurde der Zweitangeklagte Walter Meischberger weiter befragt. Das Fragerecht hatten nun nach Richterin Marion Hohenecker die Schöffen, Privatbeteiligtenvertreter und die Staatsanwälte. Meischberger erklärte am Donnerstag gleich zu Beginn, er werde den Staatsanwälten nicht antworten.

Die Privatbeteiligten in dem Verfahren erkenne er gar nicht an, so der ehemalige FPÖ-Generalsekretär. Aus dem Senat und von den Schöffen wurden keine Fragen an den Angeklagten gestellt.

Keine persönlichen Befragungen

Meischberger las eine Erklärung vor, in der er die beiden Staatsanwälte der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Alexander Marchart und Gerald Denk, scharf angriff. Er sei von den beiden Staatsanwälten im Verfahren nie persönlich befragt worden, sie hätten nie versucht, sich von ihm ein Bild zu machen, und hätten ihm nie eine Frage gestellt. Stattdessen sei er von einem anderen Staatsanwalt befragt worden.

In den letzten achteinhalb Jahren sei er insgesamt mehr als 300 Stunden lang zu diesem Fall befragt worden. "Ich glaube nicht, dass jemals ein Angeklagter länger in einem Stück vom Gericht befragt wurde", sagte Meischberger. Daher werde er die Fragen dieser Staatsanwälte nicht beantworten.

Grasser ab Dienstag dran

Ab Dienstag, 19. Juni, soll Ex-Finanzminister Grasser befragt werden. Er will dann eine längere Erklärung abgeben.

Tickerin Renate Graber berichtete von dem Prozess im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts. (APA, red, 14.6.2018)


Liveticker zur Befragung von Karl-Heinz Grasser im Buwog-Prozess am 19.6.2018