Liste Pilz: Stern soll Obfrau, Bißmann aus Klub ausgeschlossen werden

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Nach wochenlangem Hin und Her um einen Listenplatz für Peter Pilz gibt es am Donnerstag eine Lösung


Wien – Peter Pilz kehrt in den Nationalrat zurück. Nachdem die Liste Pilz an der Frage, wer für den Listengründer seinen Platz räumt, fast zerbrochen wäre, steht seit Mittwoch fest: Maria Stern, die für Peter Kolba nachgerückt wäre, verzichtet auf ihr Mandat. Es bedarf allerdings noch einer Rochade beim Parlamentssitz von Alfred Noll.

Am Donnerstag erklärten Pilz, Wolfgang Zinggl und Stern bei einer Pressekonferenz unter dem Titel "Personelles", wie es mit der Liste weitergeht: Stern, die bisher als Frauensprecherin der Liste angestellt war, soll Anfang August bei einer Mitgliederversammlung zur Nachfolgerin von Pilz an der Parteispitze gewählt werden.

Dazu wird die Partei, die derzeit nur acht Mitglieder hat, weitere Mitglieder aus dem Kreis ihrer Unterstützer aufnehmen, Pilz strebt eine mindestens dreistellige Mitgliederzahl an. Sobald er ein Abgeordnetengehalt vom Parlament bezieht, werde er kein Geld mehr von der Partei bekommen, sagt Pilz. Was ihm bisher von der Partei gezahlt worden ist, bekommt dann Stern.

Von Martha Bißmann, die auf der steirischen Liste auf das Pilz-Mandat nachgerückt ist, ist Pilz schwer enttäuscht – in den vergangenen Wochen sei viel Vertrauen zerstört worden. Daher werde er, sobald er Klubmitglied ist, den Antrag auf Ausschluss von Bißmann aus dem Parlamentsklub unterstützen.

DER STANDARD tickerte live von der Pressekonferenz. (red, 7.6.2018)