Getötete Siebenjährige in Wien-Döbling: Mutmaßlicher Täter kannte sein Opfer

Livebericht

Tatwaffe war ein Küchenmesser, der Tatverdächtige war zuvor nicht polizeilich aufgefallen

Wien – In der Nacht auf Dienstag wurde im Mordfall des getöteten siebenjährigen Mädchens in einem Gemeindebau in Wien-Döbling ein dringend Tatverdächtiger festgenommen. Der 16-jährige Gymnasiast hat bei seiner polizeilichen Befragung ein Geständnis abgelegt, bestätigte Nikolaus Rast, der Opferanwalt der betroffenen Familie. Der Verdächtige wohnte ebenfalls im Gebäudekomplex Dittes-Hof.

"Er hat bei seiner Befragung die Tat ganz trocken geschildert", sagte Opferanwalt Rast. Motiv habe der Mann – er soll ursprünglich aus Tschetschenien stammen, seit längerem in Österreich leben und mittlerweile die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen – nicht genannt oder angeben können.

Leiche am Samstag gefunden

Die in einen Plastiksack verpackte Leiche der Siebenjährigen war am Samstag gegen 8.30 Uhr in dem Gemeindebau in der Heiligenstädter Straße gefunden worden. Am Sonntag teilte die Polizei mit, dass das Mädchen durch einen Stich in den Hals getötet wurde. Das habe die Obduktion ergeben. Zahlreiche Zeugen sowie aus Tschetschenien stammende Angehörige der Siebenjährigen wurden seither einvernommen. (red, 15.5.2018)