Chat zur Italien-Wahl: "An den Grillini führt kein Weg vorbei"

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Keine klaren Mehrheiten, kaum realistische Optionen für Koalitionen – Gianluca Wallisch hat sich den Fragen der Userinnen und User im STANDARD-Chat gestellt


Rom/Wien – Die Parlamentswahl in Italien ist geschlagen, eine Regierungsbildung erscheint fast unmöglich: Die Fünf-Sterne-Bewegung wurde zwar stärkste Einzelpartei, kommt aber genauso wenig wie das Rechtsbündnis um Forza Italia und Lega auf eine regierungsfähige Mehrheit. Die regierenden Sozialdemokraten (PD) mussten eine historische Niederlage einstecken. Verschärft wird die Lage durch den Rücktritt von PD-Chef Matteo Renzi und dessen Ankündigung, dass seine Partei auf jeden Fall in Opposition gehen wird.

Renzi sei der falsche Kandidat gewesen, sagte STANDARD-Redakteur Gianluca Wallisch, der von Rom aus berichtet hatte, am Dienstag im STANDARD-Chat. Seine Probleme seien "im Strategischen und in seiner Selbstwahrnehmung" gelegen. "Vor allem seine permanenten Eitelkeiten haben die Wählerinnen und Wähler ihm übel genommen", so Wallisch. Bei einer Regierungsbildung werde man nun nicht mehr um die "Grillini", die stärkste Einzelpartei wurden, herumkommen – die vorher geschmiedeten Wahlbündnisse müssten "fast zwingend zerbrechen". Sollte es zu der eher unwahrscheinlichen Option Neuwahlen kommen, würden Wallisch zufolge am ehesten die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega profitieren. (red, 6.3.2018)


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