Friedliche Akademikerball-Demo, Strache: "Kein Totalitarismus in Burschenschaften"

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Bis zu 3.000 Beamte waren am Freitagabend im Einsatz, 8.000 bis 10.000 Demonstranten gingen gegen den Ball auf die Straße


Wien – Am Freitag fand zum sechsten Mal der Wiener Akademikerball statt. Gegen den von der Wiener FPÖ veranstalteten Burschenschafterball in der Hofburg wurden heuer fünf Demonstrationen angemeldet, davon zogen drei Demonstrationen durch die Innenstadt, zwei weitere waren als Standkundgebungen angemeldet. Laut Polizei waren am Abend rund 8.000 Menschen auf den Straßen, die Organisatoren sprachen von 10.000 Personen.

Die Polizei, die bei den Demonstrationen gegen den Nachfolger des WKR-Balls mit fast 3.000 Beamte im Einsatz war, hat bereits um 17 Uhr ein großräumiges Platzverbot rund um die Hofburg ausgerufen. Sie rechnete zuvor mit "deutlich höherer Gewaltbereitschaft" als in den vergangenen Jahren. Bis zum offiziellen Ende der Demo um 21:30 Uhr und darüber hinaus ist es allerdings zu keinen Zwischenfällen gekommen.

Bereits am Donnerstag hatte die Plattform "Jetzt Zeichen setzen" zum "Flashmob of Shame" am Wiener Ballhausplatz aufgerufen. "Die Beteiligung von Minister_innen am Ball der schlagenden Burschenschaften ist ein verheerendes Signal", erklärten die Veranstalter. Die Organisatoren der Demo am Freitag hatten bekannt gegeben, den Ball und die Regierung "blockieren" zu wollen. Zudem wolle man den Burschenschaftern und den "selbsternannten Eliten" zeigen, dass sie "mit Widerstand rechnen müssen".

DER STANDARD berichtete live von den Demonstrationen und aus der Innenstadt. (red, 25.1.2018)