Ein Toter und 21 Verletzte bei Explosion einer Gasstation im Weinviertel

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Wiederinbetriebnahme dürfte laut OMV Tage dauern – Erdgasversorgung in Österreich laut Betreiber gesichert


Baumgarten an der March – In der großen OMV-Gasstation in Baumgarten im Weinviertel hat sich Dienstagfrüh eine Explosion ereignet. Eine Person starb dabei, 21 wurden verletzt, gab das Rote Kreuz Niederösterreich bekannt. Ein Schwerverletzter wurde ins Wiener AKH geflogen. Er konnte am Nachmittag laut Rotem Kreuz bereits aus dem Spital entlassen werden.

Das Areal wurde großflächig abgesperrt, sagte Polizeisprecher Heinz Holub dem STANDARD. Betreiber und Polizei gehen von einem technischen Gebrechen aus, der genaue Unfallhergang müsse aber erst ermittelt werden. Die Feuerwehr konnte am Nachmittag "Brand aus" melden.

Zahlreiche Feuerwehren waren zu dem Einsatz ausgerückt, ebenso die Notarzthubschrauber Christophorus 3 und Christophorus 9. Das Rote Kreuz entsandte zwei Notarzt- und zehn Rettungswagen. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls vor Ort.

Gasversorgung laut Betreiber gesichert

Die Gasstation Baumgarten ist Österreichs größte Import- und Übernahmestelle für Erdgas und eine zentrale Drehscheibe für die österreichische und europäische Erdgasversorgung. Die Erdgasversorgung ist laut Betreiber Gas Connect, dessen Mehrheitseigentümerin die OMV ist, für Österreich auf "absehbare Zeit" gesichert. Der Transit Richtung Süden und Südosten sei allerdings bis auf Weiteres beeinträchtigt, benachbarte Fernleitungsbetreiber seien informiert. Von der OMV hieß es Dienstagnachmittag, dass die Wiederherstellung der Anlage eher "Tage, nicht Stunden" dauern werde. (red, 12.12.2017)