Referendum in Katalonien: Rajoy verteidigt Polizeieinsätze mit hunderten Verletzten

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Die spanische Polizei versuchte das Votum zu verhindern, Katalanen halten aber an der Durchführung der Abstimmung fest


Am Sonntag haben die Einwohner Kataloniens in einem Unabhängigkeitsreferendum darüber abgestimmt, ob sich die Region von Spanien loslösen soll oder nicht. Allerdings lehnt die Regierung in Madrid die Abstimmung in der wirtschaftlich starken Region als verfassungswidrig ab und ging mit massivem Polizeieinsatz gegen die Durchführung des Referendums vor. Hunderte Menschen wurden verletzt. Trotzdem wurde in vielen Wahllokalen abgestimmt.

Schon vor einigen Tagen wurden bei dutzenden Razzien der Guardia Civil 14 separatistische Politiker und Beamte in Gewahrsam genommen. Neben den Wahlzetteln und weiteres Referendum-Material wurden auch 1,5 Millionen Wahlplakate beschlagnahmt. Ab Freitag hat die Polizei zudem die Kontrolle über alle Wahllokale übernommen.

Die katalanische Regionalregierung hielt bis zuletzt an der Abstimmung fest. Seit Tagen gehen zahlreiche Befürworter des Unabhängigkeitsreferendums auf die Straße um zu demonstrieren. DER STANDARD hält Sie über die Geschehnisse in Katalonien auf dem Laufenden. (red, 1.10.2017)