Abschied: Nasa-Raumsonde Cassini stürzte in den Saturn

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Am Freitagmittag endete die revolutionäre Saturn-Mission mit einem Feuerwerk in der Atmosphäre des Ringplaneten


Mit letzter Treibstoff-Kraft stürzte die Raumsonde Cassini am Freitag um 12:31 MESZ planmäßig in die Atmosphäre des Saturn und fand dort ihren Feuertod. Das letzte Signal erreichte die Erde kurz vor 14 Uhr. Fast 20 Jahre nach ihrem Start fand damit eine Mission ihr Ende, die unser Bild von Saturn und seinen Monden nachhaltig veränderte.

Die Mission lieferte viele neue, teils revolutionäre Erkenntnisse und atemberaubende Aufnahmen von Saturn und seinen Monden. An Highlights mangelte es nicht: 2004 schickte Cassini etwa den europäischen Lander Huygens los, der erfolgreich auf dem Saturnmond Titan landete, Cassinis Instrumente entdeckten unter der Eisdecke des Mondes Enceladus einen Ozean, der womöglich Leben zulassen könnte. Auf Titan fanden sich Seen aus flüssigem Methan.

Ganz vorbei ist die Mission freilich noch nicht: Unmengen an Daten warten darauf, von Wissenschaftern ausgewertet zu werden, und noch so manche Überraschung könnte sich darin verbergen. Cassinis Messinstrumente waren übrigens bis zuletzt aktiv: Forscher erhoffen sich dadurch auch neue Informationen über die Atmosphäre des Saturns. (dare, 15.9.2017)