Eva Glawischnig tritt als grüne Parteichefin zurück

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"Jetzt ist der Zeitpunkt, die Führung abzugeben" – Ihre Nachfolge lässt die Bundessprecherin offen


Nach dem Wechsel an der ÖVP-Spitze folgt der nächste Rückzug eines Parteichefs: Die grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig hat am Donnerstag ihren Rücktritt bekanntgegeben. "Jetzt ist der Zeitpunkt, die Führung abzugeben", sagte Glawischnig bei einer Pressekonferenz im Parlament. "Es ist eine zutiefst persönliche Entscheidung. Ich werde alle Funktionen zurücklegen." Glawischnig tritt somit von allen Partei- wie Nationalratsfunktionen zurück. "Es hat körperliche Warnsignale gegeben, die ich ernst nehmen musste. Ich habe meiner Familie gegenüber eine Verantwortung", so Glawischnig.

Wer die Nachfolge in der Partei übernimmt, blieb vorerst offen. Die scheidende Parteichefin verwies auf den erweiterten Bundesvorstand am Freitag in Salzburg. Eine persönliche Empfehlung verweigerte sie, verwies aber auf die Bedeutung von Frauen in politischen Führungspositionen.

Ihre Entscheidung zum Rückzug sei "eine zutiefst persönliche" gewesen, sagte Glawischnig, die mehrfach mit den Tränen kämpfte. Getroffen habe sie diese, als klar war, dass es bald Neuwahlen geben werde. Einen sonstigen unmittelbaren politischen Anlass bestritt sie. Sie wolle ihren Kindern weiter in Gesundheit zur Verfügung stehen.

Bericht: Grünen-Chefin Eva Glawischnig steht vor Rücktritt

(red, 18.5.2017)