KSV-Lili: Regierung muss Versprechen beim Uni-Budget einhalten

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Die Spitzenkandidatin Frederike Schuh stellte sich den Fragen der Userinnen und User


Wien – Unter dem Motto "Her mit dem schönen Leben" kandidiert der Kommunistische StudentInnenverband-Linke Liste (KSV-Lili) auch heuer wieder bei der ÖH-Wahl. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs steht der "Kampf gegen Studienplatzbewirtschaftung, Diskriminierungen und für eine fortschrittliche und politische ÖH". Spitzenkandidatin ist Frederike Schuh, die Philosophie an der Universität Wien studiert.

Das Wahlkampfbudget von rund 2.500 Euro werde in die Verbreitung von Inhalten und nicht in Wahlkampfgoodies investiert, sagte Schuh am Montag im STANDARD-Chat. Barrierefreiheit sei ein Schlagwort im aktuellen ÖH-Wahlkampf, denn Bildung sei ein Wert, der nicht marktförmig verwertet werden müsse – sie sei Grundvoraussetzung für politische und gesellschaftliche Partizipation. Den Zugang zu Bildung exklusiv zu gestalten führe zu sozialen Ungleichheiten, die der KSV-Lili bekämpfen wolle.

Der Begriff "Studienplatzfinanzierung" ist für Schuh ein unangemessener Euphemismus, da es nicht um eine ausreichende Finanzierung, sondern vielmehr um die künstliche Verknappung der Studienplätze gehe, um Zielvorgaben in der Hochschulfinanzierung gerade nicht einhalten zu müssen. "Studienplatzbewirtschaftung" erfasse diese Situation besser.

Ein allgemeinpolitisches Mandat der ÖH ist Schuh ebenfalls ein Anliegen, denn es gehe auch darum, Studierende als gesellschaftspolitische Akteure ernst zu nehmen. Die gezielte Entpolitisierung der Studierenden, die andere Fraktionen vorantreiben wollten, lehne der KSV-Lili ab, auf dieser Basis sei auch keine politische Zusammenarbeit vorstellbar.

Wie schon in den vergangenen Jahren kandidieren auch heuer wieder zwei kommunistische Listen. Der KSV-Lili erreichte 2015 2,5 Prozent der Stimmen und damit etwas mehr als der KSV mit 2,3 Prozent. (red, 8.5.2017)