Trump trat erstmals seit seinem Wahlsieg vor die Presse

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Es sei ein Vorteil, wenn er gut mit Putin auskomme, sagte Trump. Seine Geschäfte werden seine Söhne übernehmen


Washington – Die meisten Sieger der US-Präsidentschaftswahl stellten sich gleich kurz nach ihrem Sieg den Journalisten. Donald Trump wartete zwei Monate und hat nun am Mittwoch seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg geben.

Trump nannte die Berichte über belastendes Geheimdienstmaterial aus Russland "Fake News". Da sei er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einer Meinung. Er nimmt zwar zu Kenntnis, dass Russland hinter den Hackerangriffen stecke, allerdings sei es von Vorteil, wenn er gut mit Putin auskomme. Auch Hillary Clinton wäre nicht stärker gegen Russland aufgetreten. Es sei eine Schande, dass falsche Information von Geheimdiensten veröffentlicht werde.

Weiters gab Trump bekannt, seine Geschäfte an seine Söhne zu übergeben. Er lobt sein Kabinett, es sei eines der besten, das jemals zusammengestellt wurde. Zu Obamacare sagte Trump, das System würde implodieren. Damit das nicht passiere, würde er es davor abschaffen. Einen Ersatz werde es sofort nach er Abschaffung geben. "Zurücknehmen und ersetzen", nennt Trump seinen Plan. Obamacare sei das Problem der Demokraten, er würde ihnen einen Gefallen tun, wenn er die derzeitige Regelung der Gesundheitsvorsorge abschaffe.

Über den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko will er mit Mexiko reden, sobald er im Amt ist. Trump sagte er respektiere die Regierung und die Bevölkerung von Mexiko.

DER STANDARD begleitet die Pressekonferenz mit einem Livebericht begleiten. Livestreams gibt es zum Beispiel bei PBS News oder auf C-SPAN. (red, 11.1.2017)