IS beansprucht Berlin-Anschlag für sich – Tatverdächtiger ist wieder frei

Livebericht

Bei dem Angriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt kamen zwölf Menschen ums Leben. Gegen den gestern Abend festgenommen Verdächtigen sei kein Haftbefehl erlassen worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit

Was wir über die Ereignisse am Berliner Weihnachtsmarkt wissen:

  • Am Montagabend gegen 20 Uhr ist ein Sattelschlepper mit polnischem Kennzeichen mit hoher Geschwindigkeit in den gut besuchten Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im Zentrum von Berlin gerast.

  • Zwölf Menschen wurden getötet, 49 zum Teil schwer verletzt.

  • Die Polizei verhaftete kurz nach dem Vorfall den mutmaßlichen Fahrer des Lkw, der zu Fuß in Richtung der Siegessäule geflüchtet war. Der am Montagabend Festgenommene wurde wieder freigelassen.

  • Für Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière gibt es keine Zweifel, dass es sich um einen Anschlag handelt. Über Motiv und Umfeld des Täters bzw. der Täter ist bisher aber noch nichts bekannt.


  • Der polnische Beifahrer, dessen Leiche im Lkw gefunden wurde, ist offenbar erschossen worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mann um ein Opfer und keinen Täter handelt.

  • Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sprach den Familien und Freunden der Opfer ihr Mitgefühl aus. Es werde alles getan, um diese Tat aufzuklären und die Täter zu bestrafen, "so hart es unsere Gesetze verlangen." Die Tat dürfe aber nicht zu einer Lähmung durch das Böse führen.

  • Der "Islamische Staat" reklamierte am Dienstagabend die Tat für sich, blieb aber Details schuldig


DER STANDARD berichtete in Form eines Liveberichts über die Ereignisse in Berlin und deren Folgen am Tag danach. (red, 20.12.2016)