Clinton und Trump gehen ohne Handschlag aus letztem TV-Duell

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In der letzten TV-Debatte zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wollte sich der Republikaner nicht festlegen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird


Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will eine Niederlage bei der Wahl am 8. November nicht automatisch anerkennen. "Ich werde mir das zu gegebener Zeit anschauen", sagte Trump in der Nacht auf Donnerstag bei der dritten und letzten TV-Debatte mit der Demokratin Hillary Clinton. Trump sprach von "Millionen von registrierten Wählern", die das Wahlrecht eigentlich nicht haben dürften. Die Wahl sei schon deshalb manipuliert, weil man Clinton das Antreten erlaubt habe, fügte er mit Blick auf den E-Mail-Skandal hinzu. Clinton warf ihrem Konkurrenten daraufhin vor, immer dann von Manipulation zu sprechen, wenn etwas nicht so laufe, wie er wolle. Das sei schon bei den Vorwahlen so gewesen. "Er beschädigt unsere Demokratie", sagte Clinton.

Trump beschuldigte Clinton außerdem, Lügen über sexuelle Übergriffe zu verbreiten. In den vergangenen Tagen waren mehrere Frauen an die Öffentlichkeit getreten und hatten dem Republikaner vorgeworfen, sie bedrängt zu haben. Trump bezeichnete das als Lügen. "Ich kenne diese Leute nicht", so Trump. "Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich. Niemand." Clintons Wahlkampfteam habe die Frauen dazu gebracht, diese Aussagen zu machen. Sie hätten auch Leute angeheuert, die auf seinen Veranstaltungen gewalttätig geworden seien. Clinton warf ihm daraufhin vor, Frauen zu verachten. "Donald Trump denkt, wenn er Frauen erniedrigt, macht ihn das größer. Es macht ihn nur zu einem Rüpel."

Die 90-minütige Debatte begann und endete ohne Handschlag zwischen den beiden Kontrahenten. Sie wiederholten ihre bekannten Positionen zu Wirtschaft, Sicherheitspolitik und Einwanderung, präsentierten sich aber sachlicher als in früheren Debatten. (APA, red, 19.10.2016)