Türkei-Korrespondent: "Coup wurde früher als geplant durchgeführt"

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Nach dem gescheiterten Militärputsch greift die Regierung in Ankara hart durch. Türkei-Korrespondent Markus Bernath beantwortete am Mittwoch Fragen der User zur aktuellen Situation im Land


Am Freitagabend haben Teile des Militärs versucht, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu stürzen. Mehr als 250 Menschen wurden in Rahmen der Ausschreitungen getötet, fast 1.500 verletzt. Das Scheitern des Putschs, das auch auf den Widerstand der türkischen Bevölkerung zurückzuführen ist, stärkt die Position von Machthaber Erdoğan. Dieser nimmt das historische Ereignis – zum ersten Mal in der Geschichte der türkischen Republik scheiterten Putschisten am Volk – zum Anlass, unliebsame Gegner loszuwerden. Festnahmen, suspendierte Beamte sowie entzogene TV-Lizenzen sind nur einige der jüngsten Maßnahmen der türkische Regierung.

Zur aktuellen Lage in der Türkei und den möglichen Konsequenzen des Umsturzversuchs hat STANDARD-Korrespondent Markus Bernath am Mittwoch Fragen der Userinnen und User im Chat beantwortet. (jmy, maa, 19.7.2016)