Hofinger im Chat: "Unsere Annahmen sind solide, nicht übermütig, aber nicht feig"

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Sora-Politikforscher Christoph Hofinger beantwortete Fragen zur Präsidentenwahl im STANDARD-Chat


Wien – Politikforscher Christoph Hofinger vom Institut Sora war wie gewohnt am Tag nach der Wahl im STANDARD-Chat. Für ihn hat das Ergebnis der Präsidentenstichwahl schon jetzt große Auswirkungen auf das Parteiensystem. Immerhin hätten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen gut drei Millionen Stimmen von Wählern der Regierungsparteien bekommen, nur 1,4 Millionen Wähler waren den jeweiligen Parteien der Kandidaten zuzuordnen. Für die nächsten Wahlen rechnet Hofinger daher mit noch mehr Dynamik und Dramatik.

Die Wahl habe außerdem eine Kluft sichtbar gemacht: das Stadt-Land-Gefälle. Laut Hofinger verlieren viele Regionen ihren Optimismus, jüngere Menschen ziehen in die Stadt, die Kaufkraft auf dem Land sinkt. Diese Auswanderung verursache eine deutlich schlechtere Stimmung als die Zuwanderung. (red, 23.5.2016)