Schelling verkündet Einigung mit Heta-Gläubigern

Livebericht

Kärnten beteiligt sich mit 1,2 Milliarden Euro, Bund soll Erlöse aus Heta-Abwicklung vorfinanzieren

Wien/Klagenfurt – Im langjährigen Streit um die Heta-Verbindlichkeiten hat Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) am Mittwoch eine Einigung mit den Gläubigern verkündet. Die Ermächtigung dafür habe er sich vom Ministerrat geholt. Wenn keine Unwägbarkeiten aufkommen, soll laut Schelling im Herbst alles abgewickelt sein.

Den Heta-Gläubigern soll wie schon bisher eine Barzahlung von 75 Prozent für Senior-Heta-Schuldtitel und 30 Prozent für Nachrang-Heta-Schuldtitel angeboten werden. Das Land Kärnten beteiligt sich mit einem Beitrag von 1,2 Milliarden Euro. Die übrigen finanziellen Mittel sollen dem Kärntner Ausgleichszahlungsfonds von Bundesseite bereitgestellt werden, wobei der Bund damit zu einem großen Teil die Erlöse aus der Heta-Abwicklung vorfinanziert.

DER STANDARD berichtete live. (red, 18.5.2016)