Faymann: "Keine personellen Konsequenzen"

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Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen treten in der Stichwahl gegeneinander an. Die Kandidaten von SPÖ und ÖVP erlitten ein Debakel, am Abend tagte das SPÖ-Präsidium


Wien – Nach ihrem schlechten Abschneiden verarbeiten die Regierungsparteien das Ergebnis des ersten Durchgangs der Präsidentenwahl. Die SPÖ kam noch Montagabend zu einer Präsidiumssitzung zusammen.

"Es gibt keine personellen Konsequenzen", sagte Werner Faymann nach der Sitzung. Er sei stolz, dass seine Partei auf Gemeinheiten und Schuldzuweisungen verzichtet. Auch eine Partei sei "zum Arbeiten gewählt und nicht zum Streiten".

Aus der ÖVP Burgenland kam am Montag bereits ein erster Ruf nach Neuwahlen. Davor müsse man keine Angst haben, sagte ÖVP-Landeschef Thomas Steiner. Die Wiener SPÖ-Gemeinderätin Tanja Wehsely forderte direkte Konsequenzen nach dem Debakel und den Rücktritt Faymanns. Auch SJ-Chefin Julia Herr fordert einen Personalwechsel.

Am Montag wurden auch die Wahlkarten ausgezählt. Gegenüber dem prognostizierten Ergebnis am Sonntag gab es nur mehr leichte Verschiebungen: FPÖ-Kandidat Norbert Hofer erreichte 35,1 Prozent der Stimmen, Zweiter wurde Alexander Van der Bellen mit 21,3 Prozent. Eine Verschiebung gab es auf den Plätzen vier und fünf, Rudolf Hundstorfer erzielte mit 11,3 Prozent etwas mehr Stimmen als Andreas Khol (11,1 Prozent). Imgard Griss kam auf 18,9 Prozent. (red, 25.4.2016)