Lugner: "Habe nicht die Möglichkeit, erfolgreich zu sein wie Trump"

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Der Baumeister und Kandidat für die Präsidentenwahl stellte sich eine Stunde lang den Fragen der Leser


Wien – Bundespräsidentschaftskandidat Richard Lugner unterstützt den US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. "Als erfolgreicher Mann der Wirtschaft wird er sicherlich für Amerika auch positive Effekte bringen, indem er etwa die Einfuhr von Billigprodukten aus China und anderen asiatischen Ländern einbremst", sagt er im Chat mit dem STANDARD. Er selbst habe aufgrund der bürokratischen Hürden in Österreich "nicht die Möglichkeit gehabt, so erfolgreich zu sein wie Trump".

Um die Anzahl von Elektroautos zu steigern, hat er einen ungewöhnlichen Vorschlag: "Man sollte, nachdem diese umweltfreundlich sind, die Elektroautofahrer gegenüber den Benzinstinkern bevorzugen und ihnen keine Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Autobahn vorschreiben."

Strache berücksichtigen

Der Baumeister betonte ein weiteres Mal, auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als Kanzler angeloben zu wollen. "Das Recht geht vom Volk aus, und wenn das Volk Strache zu einer starken Partei macht, dann wird er selbstverständlich auch bei der Regierungsbildung berücksichtigt."

In Sachen Flüchtlingskrise hätte die EU ihren Außengrenzen schon vor einem Jahr stärker sicher sollen, sagt Lugner. Und weiter: "Eine Mithilfe beim Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur mit europäischen Geldern sollte dazu unterstützend erfolgen, und das halte ich für sinnvoller, als sich den erpresserischen Türken auszuliefern."

Die Höhe seines eigenen Vermögens gibt Lugner mit etwas über 100 Millionen Euro an. Für den Wahlkampf habe er bisher 400.000 Euro ausgegeben. (red, 4.4.2015)

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