Erinnerungsschwacher Hypo-Chefbuchhalter im U-Ausschuss

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Nach der "Grauen Eminenz" kam Ex-Hypo-Rechnungswesenchef Holzer zu Wort


Wien/Klagenfurt – Die laufende Woche bringt neue Befragungstage im Hypo-Untersuchungsausschuss. Am Mittwoch war zum zweiten Mal der Langzeit-Hypo-Aufsichtsrat Othmar Ederer am Wort. Ablichten lassen wollte er sich nicht. Ederer saß für die frühere Hypo-Minderheitseigentümerin Grazer Wechselseitige (Grawe), deren Chef er ist, im Hypo-Gremium.

Bei Ederer ging es um Vorgänge im Jahr 2009 – jenem Jahr, in dem die Skandalbank schlussendlich verstaatlicht wurde, da kein Anteilseigner mehr Geld einschießen wollte. Einigen Politikeraussagen im bisherigen U-Ausschuss zufolge soll die Grawe im Rahmen der Verstaatlichung "zu billig" davongekommen sein. Ederer war ab Freitag 11. Dezember bei den Verhandlungen in Wien dabei. Die Bayern habe man für den richtigen Aktionär gehalten, sagt er. Das sei aber dann doch nicht so gewesen.

Nach Ederer war Stephan Holzer geladen. Der ehemalige Leiter des Rechnungswesens im Kärntner Hypo-Konzern und nunmehrige Vize-Aufsichtsratschef bei der Hypo Slowenien war von 2007 bis 2009 als Bereichsleiter "Group Accounting" für die Erstellung der Hypo-Konzernabschlüsse zuständig und berichtete direkt an den Hypo-Vorstand. (APA/red, 10.2.2016)