Höllerer im Hypo-Ausschuss: Bayern wollten raus

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RZB-Vorstand Höllerer hat "nie auf Raiffeisen-Druck gehandelt". Pröll und Faymann wollten keine Hypo-Verstaatlichung


Wien – Bis zum Nachmittag war der Ex-Bankenexperte des ehemaligen Finanzministers Josef Pröll (ÖVP), Michael Höllerer, beim U-Ausschuss am Wort. Höllerer hat vor seiner Arbeit für Pröll für die Raiffeisen Zentralbank (RZB) gearbeitet, nach seinem Ausscheiden aus der politischen Arbeit – er war später auch für Ex-Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) tätig – ist er dorthin zurückgekehrt. Bei der Verhandlung um die Verstaatlichung der Hypo war er an vorderster Front dabei.

Höllerer hat gleich zu Beginn zwei Erklärungen abgegeben, um immer wieder erhobenen Vorwürfe zu entgegnen: "Ich habe nie auf Druck der Raiffeisen-Gruppe gehandelt." Er habe auch kein Rückkehrrecht in die RZB gehabt. Höllerer betont mehrfach, dass Pröll und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) eigentlich keine Verstaatlichung der Hypo wollten. "Die Bayern wollten die Schlüssel abgeben", sagte er.

Danach war der nunmehrige Parlamentsdirektor Harald Dossi am Wort – er wurde als früherer Leiter der Sektion IV im Bundeskanzleramt unter Werner Faymann geladen.

DER STANDARD berichtete live. (APA, red, 16.12.2015)