Hypo-U-Ausschuss: Verstaatlichung war für Berlin unnötig

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"Bayern hätten Hypo nicht in Insolvenz geschickt" – Kritik, dass Kranebitter Hypo-Chef wurde


Wien/Klagenfurt – Der frühere Hypo-Investor und -Vorstandsvorsitzende Tilo Berlin hatte seinen zweiten Auftritt als Auskunftsperson im Hypo-U-Ausschuss am Mittwoch recht polemisch begonnen. Er ging in seinem Eingangsstatement auf seine Erstbefragung ein und sparte dabei nicht unbedingt mit Kritik an einzelnen Abgeordneten. Beim Protokoll zur ersten Sitzung habe es auch "einiger redaktioneller Änderungen" bedurft.

Tilo Berlin zog folgenden Schluss: "Hätte Österreich gewusst, dass sich Bayern eine Insolvenz der Hypo nicht leisten kann oder will, was ich unterstelle, dann wäre eine Notverstaatlichung nicht nötig gewesen. Das ist ein entscheidender Punkt, dem alle Beteiligten nachgehen sollten." Vor allem wenn die Bayern 100 Prozent an der Hypo gehalten hätten, was jedoch nicht der Fall war, wäre eine Verstaatlichung undenkbar gewesen, so Berlin zum aktuellen Untersuchungsgegenstand des Hypo-U-Ausschusses.

DER STANDARD berichtete live aus dem Parlament. (APA, 2.12.2012)