Heinisch-Hosek: AHS sollen an Modellregionen teilnehmen

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Die Bildungsministerin und Staatssekretär Mahrer präsentierten Details zur Bildungsreform. Modellregionen zur Gesamtschule kommen


Wien – Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) haben am Dienstag Details der Bildungsreform präsentiert. Es wird unter anderem möglich, dass Bundesländer Modellregionen zur Gesamtschule einführen. Allerdings dürfen daran nicht mehr als 15 Prozent der Schüler und 15 Prozent der Schulstandorte eines Bundeslands teilnehmen.

"Wenn es diese Grenze nicht gäbe, wäre es kein Modell", sagt Heinisch-Hosek. Mahrer sieht in dem Projekt einen "Wettbewerb der Ideen". Wenn Bundesländer sich für eine Modellregion entscheiden, müssen auch die betreffenden Gymnasien mitmachen, führten die beiden aus. "Eltern, die mit ihren Kindern nicht teilnehmen wollen, müssen ausweichen", so Heinisch-Hosek.

Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein Vize Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hatten zuvor die Ergebnisse der Reform nach dem Ministerrat positiv bewertet. Man habe sich nun bei einem Thema geeinigt, "das uns lange auseinanderdividiert hat", sagte Faymann. "Es ist eine Einigung, die sich sehen lassen kann." Auch Mitterlehner sieht "konkrete Fortschritte".

Es werde künftig bei der Schulverwaltung eine Behörde geben, die alle Lehrer verwalten soll, kündigte Faymann an. "Damit ist die Diskussion zwischen Bund und Ländern beendet." Diese "Bildungsdirektionen" sollen mehr Transparenz und eine bessere Steuerung bringen, sagte Mitterlehner. (red, 17.11.2015)

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Erste Details zur Bildungsreform