Hypo-Ausschuss: Lansky und Lederer erhellten nichts

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Anwalt Gabriel Lansky brachte mit Verfassungsrechtler Heinz Mayer eine prominente Vertrauensperson mit – Heinz Lederer über seinen Beratervertrag


Wien – Im Hypo-U-Ausschuss war am Donnerstag "Lobbyisten-Tag", wie das Neos-Mandatar Rainer Hable ausdrückte. Zumindest eine der Auskunftspersonen, Anwalt Gabriel Lansky, würde diese Charakterisierung wahrscheinlich nicht unterschreiben.

Neues kam aus seiner Befragung nicht hervor. Der Wiener Anwalt, aus Causen wie Alijew bekannt, hat die Hypo beim fragwürdigen Verkauf der Consultants 2007 rechtlich beraten. Er bekam dafür rund 300.000 Euro. In der Consultants lagerten aus kaputten Krediten resultierende Immo-Beteiligungen. Die Hypo verkaufte die Haftungen nicht mit, ihr entstand aus dem Verkauf an Auctor ein Schaden von 150 Millionen Euro.

Von alldem konnte Lansky nichts berichten. Er sei nur am Rande beteiligt gewesen – und beim Abschlussabendessen. Auch von den Neos behauptete Interventionen des heutigen Justizministers Wolfgang Brandstetter (beriet Bankchef Wolfgang Kulterer rund um die Swapverluste; Lansky tat das auch) im Justizministerium kommentierte Lansky nicht. Nach zwei Stunden war es vorbei: Lansky hat sich nur für die Consultants-Causa entbinden lassen, sagte daher zu keinem anderen Beratungsmandat etwas aus. Er werde das gegebenenfalls aber gern nachholen.

Nach ihm kam Ex-SPÖ-Kommunikationschef Heinz Lederer dran, der von 2007 bis 2010 rund 400.000 Euro an Hypo-Honoraren für Kommunikationstätigkeiten bekommen hat. An Details erinnerte er sich kaum, auch nicht bei Nachfragen. Was ihm von Robert Lugar (Team Stronach) den Rüffel eintrug: "Der ist bockig." (gra, 22.10.2015)