Blümel zum ÖVP-Landeschef gewählt, interne Kritik bei Grünen, Innere Stadt bleibt schwarz

Livebericht

Vorläufiges Endergebnis mit Wahlkartenprognose: SPÖ 39,5, FPÖ 31,0, Grüne 11,6, ÖVP 9,2, Neos 6,2 – Blaue Bezirksvorsteher in Simmering und Floridsdorf

Nach der Wien-Wahl vom Sonntag hat es bereits eine erste personelle Konsequenz gegeben. Der bisherige ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel ist vom Landesparteivorstand mit 95,7 Prozent der Stimmen zum neuen Chef der ÖVP-Wien gewählt worden.

In Mandaten bedeutet das vorläufige Endergebnis der Wien-Wahl, dass die SPÖ künftig 44 Sitze im hundertköpfigen Gemeinderat hält (–5). Die FPÖ gewann sieben Sitze dazu, entsendet künftig 35 Abgeordnete und hat damit die Verfassungssperrminorität. Die Grünen kommen auf 9 Mandate (–2), die ÖVP auf sieben (–6). Die Neos ziehen mit fünf Abgeordneten ein.

Damit ist sowohl die Fortsetzung der rot-grünen Koalition als auch eine – knappe – SPÖ-ÖVP-Zusammenarbeit möglich. Die Wahlbeteiligung lag laut vorläufigem Endergebnis bei 60,81 Prozent, wird sich mit den Briefwahlstimmen und den in fremden Wahllokalen abgegebenen Stimmen aber noch deutlich erhöhen. Die Wahlbeteiligung dürfte damit klar über jener von 2010 (67,6 Prozent) liegen, laut Sora-Hochrechnung bei mehr als 74 Prozent.

Am Ergebnis werden die Wahlkarten, die erst bis Montagabend ausgezählt werden, nicht allzu viel ändern. Die SPÖ wird laut Sora noch um 0,1 Prozentpunkte zulegen, die FPÖ rund einen Prozentpunkt verlieren. ÖVP, Grünen und Neos dürften die Wahlkarten jeweils einige Zehntelprozentpunkte bringen. Bei den Mandaten dürfte noch eines von der FPÖ (dann 34) zu den Grünen (dann zehn) wandern. In den STANDARD-Wahlgrafiken sind diese wahrscheinlichen Verschiebungen durch die Wahlkarten auf Basis von Sora-Prognosen schon einberechnet. (red, 12.10.2015)