Sora-Forscher Christoph Hofinger: "Kein Rechtsruck, sondern langfristige Entwicklung"

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Sollte eine Partei wegen Oberösterreich zu streiten beginnen, erwartet der Wahlforscher auch Auswirkungen auf die Wien-Wahl


Wien – "Das ist kein Ruck, sondern eine langfristige Entwicklung", sagte Sora-Wahlforscher Christoph Hofinger im STANDARD-Chat zu den großen Zugewinnen der FPÖ bei der Landtagswahl in Oberösterreich. Die FPÖ habe seit dreißig Jahren eine gewisse Hegemonie darüber erlangt, wie breite Teile – wenn auch keine absolute Mehrheit – der Öffentlichkeit und der Bevölkerung über Fragen von Asyl und Integration denken.

Hofinger glaubt, dass das oberösterreichische Wahlergebnis die Funktionäre aller Parteien für die Wien-Wahl motivieren werde und nicht nur die FPÖ. Man sei bereits auf das Ergebnis in Oberösterreich eingestellt gewesen, an der Stoßrichtung des Wahlkampfes werde sich nun nicht mehr viel ändern. 'Was Wien beeinflussen könnte: Wenn eine der Parteien wegen dem Ergebnis in Oberösterreich zu streiten beginnt." (koli, 28.9.2015)