Orbán: Österreichischer Vorwurf der Menschenrechtsverletzung ist eine Lüge

Livebericht

Mitterlehner verteidigt Ungarns Vorgehen an den Grenzen. Die Zusammenarbeit bei Flüchtlingsankünften wird laut Orbán verbessert

  • Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán ist am Freitag in Wien mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zusammengetroffen. Während Mitterlehner das Treffen als sachlich und gut beschrieb, sprach Faymann von einem Spannungsverhältnis.
  • Orban kritisiert die österreichische Regierung. Ungarn sei "bereit zu vergessen, dass es Nazi-Vorwürfe gegeben" habe, was vonseiten eines österreichischen Politikers schlicht absurd sei. Ungarn sei auch bereit zu vergessen, dass ungarischen Behörden vorgeworfen wurde, die Menschenrechte zu verletzen, was eine Lüge sei.
  • Seit Donnerstag trafen in Kroatien mehr als 13.000 Flüchtlinge ein. Allein in der Nacht auf Freitag kamen 5.000 Menschen an, sagte Innenminister Ranko Ostojić am Freitag.
  • Im Burgenland trafen am Donnerstag etwa 7.500 Flüchtlinge ein. Für Freitag rechnet die Polizei erneut mit tausenden Flüchtlingen. Seit Mitternacht kamen am Grenzübergang Nickelsdorf 4.500 Menschen an, die laufend weitertransportiert werden. In der Früh befanden sich nach Polizeischätzungen 3.700 Flüchtlinge in Nickelsdorf, 350 bis 400 Flüchtlinge befanden sich in der Nova-Rock-Halle. In Heiligenkreuz war die Lage ruhig, etwa 40 Personen trafen in dem südburgenländischen Grenzort ein. (APA, 25.9.2015)