Flüchtlingskrise: Ungarn beginnt Zaunbau auch an slowenischer Grenze

Livebericht

Orbán am Freitag in Wien – Schwere Verstimmung zwischen Kroatien und Serbien – Kroatien lässt keine serbischen Fahrzeuge mehr einreisen

  • Der ungarische Premier Viktor Orbán wird am Freitag in Wien neben der Regierungsspitze auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache treffen.
  • Ungarn hat ohne Ankündigung begonnen, auch an der Grenze zu Slowenien einen Grenzzaun zu bauen.
  • Athen will bis Ende Oktober auf den Inseln Kos, Lesbos und Leros "Hotspots" zur Registrierung von Flüchtlingen einrichten.
  • Die EU fordert offene Grenzen zwischen Serbien und Kroatien. EU-Kommissar Johannes Hahn wird noch heute nach Serbien reisen.
  • Kroatien hat die Grenze zu Serbien geschlossen. Das Land lässt nun keine serbischen Fahrzeuge über die Grenze.
  • Am Mittwoch sind in Ungarn mehr als 10.000 Flüchtlinge neu eingetroffen. Das ist die höchste Zahl von Neuankünften, die je in Ungarn registriert wurde.
  • Ungarns Premier Viktor Orbán drohte unterdessen, die Grenze zu Kroatien zu schließen. Griechenland könne die Schengen-Außengrenze nicht schützen, deshalb müssten dies die anderen europäischen Länder übernehmen.
  • Beim EU-Sondergipfel einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Mittwoch darauf, die Hilfe für Flüchtlingslager in Syrien, Jordanien und im Libanon deutlich anzuheben. Mindestens eine Milliarde soll fließen. In Griechenland und Italien sollen Hotspots zur Registrierung der Flüchtlinge eingerichtet werden.
  • Knapp 5.900 Flüchtlinge sind am Mittwoch im Burgenland eingetroffen. Davon kamen laut Polizeidienststelle Burgenland 5.700 Personen im nordburgenländischen Nickelsdorf und 200 im südburgenländischen Heiligenkreuz an.
  • Die Flüchtlingsthematik beschäftigt auch am Donnerstag den Nationalrat. Auf Verlangen der FPÖ findet eine Sondersitzung statt, bei der sie Anträge auf Ministeranklagen gegen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) einbringen will. (red, 24.9.2015)