Hypo-U-Ausschuss: Mastermind der Aufsicht erklärt Beziehungskiste

Liveticker

Der Spitzenbeamte Alfred Lejsek, das ehemalige Nationalbank-Direktoriumsmitglied Josef Christl und der Ex-Prüfungsleiter des Rechnungshofs kommen zu Wort


Unterschiedliche Erwartungshaltungen haben sich je nach Fraktion im Vorfeld des langen Donnerstags beim Hypo-U-Ausschuss gezeigt. Während SPÖ-Politiker Kai Jan Krainer weiter am "Kern des U-Ausschusses zu politischen Interventionen" weiterforschen wollte, ortete Team-Stronach-Mann Robert Lugar viel mehr die Gefahr des "zu Tode Langweilens der Medien" wegen der geladenen Zeugen.

Der Tag mit drei Auskunftspersonen begann mit dem Spitzenbeamten des Finanzministeriums und FMA-Aufsichtsratschef Alfred Lejsek. Von ihm wollten Krainer und FPÖ-Fraktionsführer Elmar Podgorschek mehr zum ominösen Brief des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider an Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser rund um das Amtsenthebungsverfahren von FMA-Vorständen erfahren. Während sich Podgorschek insgesamt "nicht weiß Gott was" erwartete, hoffte Krainer auf mehr, denn Lejsek habe den damaligen Schriftverkehr abgewickelt. Ob er sich als "Mastermind der Bankenaufsicht" sehe, beantwortete Lejsek mit: "Eigenlob stinkt."

Es folgte Josef Christl, ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Nationalbank, befragt werden. Er war von 2001 bis 2003 Kabinettsmitglied des damaligen Finanzministers Grasser, danach bis 2008 in der Notenbank. Zuletzt kam Bernd Hoffman ehemaliger Prüfungsleiter des Rechnungshofes zu Wort. (red, 17.9.2015)