Chat mit Beate Meinl-Reisinger: "Margaret Thatcher hat Eier gezeigt"

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Die Neos-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl stellte sich den Fragen der Userinnen und User


Wien – Gegen Korruption, für eine Verwaltungs- und Bildungsreform. Mit diesen zentralen Forderungen gehen die Neos in den Wahlkampf vor den Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen, die am 11. Oktober stattfinden. Im STANDARD-Chat am Donnerstag gab sich Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger siegessicher: "Wenn es nach mir geht, werde ich stimmenstärkste Partei und wir schicken SPÖ und FPÖ in Opposition."

Meinl-Reisinger, früher für Wirtschaftskammer und die Wiener ÖVP tätig und heute Neos-Nationalratsabgeordnete, will nach der Wahl ihre Forderungen auch in die Realität umsetzen und sagte: "Wir Neos werden sinnlose Posten wie den nichtamtsführenden Stadtrat oder zweiten Bezirksvorsteher-Stellvertreter nicht annehmen."

Ihren Job als Nationalratsabgeordnete will sie an den Nagel hängen, sollte die Partei den Einzug in den Gemeinderat schaffen: "Wenn ich antrete, um für die Wienerinnen und Wiener zu arbeiten, kann ich nicht (wie HC Strache) auf meinem Nationalratssessel picken bleiben."

Warum sie die Wählerinnen und Wähler ihrer Meinung nach überzeugen wird können? "Die Altparteien haben Angst auch nur irgendwo einen Millimeter Macht abzugeben. Wir sind der Stachel im Fleisch der Altparteien."

Von User "Schreck" wurde Meinl-Reisinger gefragt, ob die ehemalige britische Premierministerin Margarete Thatcher ein Vorbild für sie sei. Meinl-Reisinger: "Nein, einzig vielleicht als Frau in einer Männerwelt. Sie hat schon Eier gezeigt."

Zu Koalitionspräferenzen wollte sich Meinl-Reisinger nicht äußern, sie sagte nur, dass eine Koalition mit den Freiheitlichen nicht in Frage käme: "Ich will keine Koalition mit der FPÖ. In Sachfragen zusammenarbeiten: Ja – das tue ich auch im Parlament, aber eine stehende Koalition halte ich für nicht gut für die Stadt."

Von User "Grinch" wurde sie nach der umstrittenen Forderung der Wasserprivatisierung befragt. Meinl-Reisingers Antwort: "Wollten wir nie, wollen es auch weiter nicht. Wieso auch?" (red, 17.9.2015)