Ex-Hypo-Untersucher im U-Ausschuss: Spuren wurden verwischt

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Ex-Hypo-Chefforensiker Christian Böhler konnte nicht zur Aufklärung beitragen


Wien – Am Mittwoch war Ex-Hypo-Chefforensiker Christian Böhler im U-Ausschuss am Wort – soweit er durfte. Die Hypo-Bad-Bank Heta entband ihren ehemaligen Untersucher nicht von der Verschwiegenheitspflicht. Er konnte dem Ausschuss kaum weiterhelfen. Es handle sich beim Milliardendesaster um den "größten Wirtschaftsskandal in der österreichischen Geschichte", sagte Böhler. "Für mich als Ermittler ist es unbegreiflich, dass das größte Systemversagen mit dem größten Schaden für die österreichische Gesellschaft so lange versteckt und vertuscht worden ist."

Am späten Nachmittag war Ex-Hypo-Leasing-Vorstand Josef Kircher an der Reihe. Der frühere Bankvorstand hatte im Hypo-Zusammenhang bereits eine einjährige unbedingte Strafe wegen Untreue verbüßt und trägt seit April keine Fußfessel mehr. (red, 9.9.2015)