ORF-"Sommergespräch": Strache bezweifelt Klimawandel

Liveticker

Der Parteichef der Freiheitlichen war als letzter Parteichef einer Oppositionspartei im ORF-"Sommergespräch"


Ein konkretes Versprechen hat Heinz-Christian Strache am Ende des ORF-"Sommergesprächs" abgegeben: Am 12. Oktober werde er mit dem Rauchen aufhören.

Sonst aber blieb er in der Plauderstunde mit ORF-Innenpolitiker Hans Bürger stets unverbindlich: Für die Bundespräsidentschaftswahl im kommenden Jahr sollte es einen unabhängigen Kandidaten oder eine unabhängige Kandidatin geben. Strache nannte die von der Hypo-Kommission bekannte Irmgrad Griss und den Rechnungshofpräsidenten Josef Moser (der allerdings aus dem freiheitlichen Lager kommt).

Angesprochen auf die Zweifel, die in seiner Partei am Klimawandel gehegt werden, sagte Strache, dass es einen Klimawandel gebe, seit der Planet Erde existiert – und dass die aktuellen Entwicklungen der Erderwärmung nicht bewiesenermaßen auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen seien. Ein wesentlicher Punkt seiner Ausführungen machte sich am Asylthema fest. Er verlangte mehr direkte Demokratie nach Schweizer Muster.

In der anschließenden Analyse sagte der Politologe Peter Filzmaier in der "Zeit im Bild 2", Strache sei das Asylthema entgegengekommen, doch er habe schlauerweise wie ein Schmusetier agiert.

Strache hatte seinen Anspruch erneuert, nach der Herbstwahl Wiener Bürgermeister zu werden – aber das hält Filzmaier für wenig wahrscheinlich, denn in Wien sei Strache "doch noch so etwas wie ein Schmuddelkind", und es sei unwahrscheinlich, dass er eine Koalition zustande bringe. Erfolgreich sei Strache damit gewesen, sich von Skandalen fernzuhalten – auch von den Anschuldigungen rund um die Ideenschmiede, eine Agentur, die angeblich Kickbackzahlungen an die FPÖ geleistet haben soll. Strache entkräftete den Vorwurf, dass sein Generalsekretär Herbert Kickl dort ein Spesenkonto gehabt habe. (cs, 17.8.2015)