Durchbruch bei Griechenland-Gipfel

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Nach dem längsten EU-Gipfel in der Geschichte gibt es nach 17-stündigen Verhandlungen eine Einigung


  • Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone haben eine Pleite Griechenlands im letzten Moment abgewendet. Nach einer Marathonsitzung einigten sie sich am Montagmorgen auf die Umrisse eines neuen Hilfsprogramms der Euro-Zone.

  • Binnen drei Jahren sollen weitere 82 bis 86 Milliarden Euro nach Athen fließen. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, wie bisher sei die Unterstützung an umfangreiche Reformen geknüpft.
  • Schon am Mittwoch muss das Parlament in Athen Sofortmaßnahmen wie eine Mehrwertsteuer- und eine Rentenreform beschließen. Die Privatisierung von Staatsbetrieben soll über einen Fonds unter europäischer Aufsicht abgewickelt werden. Mit einem Teil der Erlöse soll die Tragfähigkeit der Schulden verbessert werden.
  • Offen ist noch, wie Griechenland bis zur Fertigstellung des Hilfsprogramms finanziell über Wasser gehalten werden kann. So steht schon kommenden Montag eine Rückzahlung von 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) an. Am Nachmittag wollen die Euro-Finanzminister über eine Brückenfinanzierung beraten. Auch eine Entscheidung der EZB zur Liquiditätssicherung griechischer Banken wurde erwartet. (red, 13.7.2015)