Keine weiteren Gespräche bis zum Referendum

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Griechischer Premier, der zuvor noch Zugeständnisse gemacht hatte, hält an Volksabstimmung fest: "Ein 'Nein' bedeutet keinen Bruch mit Europa"


Die Zeichen stehen wieder auf Nicht-Einigung: Nach einer Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister hielt Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Mittwoch fest, dass er nur wenig Chancen auf Fortschritt sehe. Vor dem Referendum am Sonntag werde es keine weiteren Gespräche der Eurogruppe geben, sagte der slowakische Finanzminister Peter Kazimir laut Reuters.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hält unterdessen an der geplanten Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs fest – und bleibt auch bei seiner Empfehlung an die Griechen, mit "Nein" zu stimmen. "Ein "Nein" bedeutet keinen Bruch mit Europa", sagte Tsipras am Mittwoch im griechischen Staatsfernsehen.

Die griechische Regierung wolle nach dem Referendum mit den Geldgebern neue Verhandlungen führen. Zuvor war spekuliert worden, die griechische Regierung könnte das für Sonntag geplante Referendum möglicherweise zur Disposition stellen.

Tsipras hatte sich in einem neuen Brief an die Geldgeber bereit erklärt, die vorrangigen Bedingungen der Gläubiger grundsätzlich zu erfüllen. Zu den früher gestellten Bedingungen der Europartner zählte allerdings auch die Aufforderung an Tsipras, er möge den Griechen ein "Ja" zu neuen Spar- und Reformplänen empfehlen. (red, 1.7.2015)