Tsipras will Deal über zwei Jahre – Eurogruppe berät erneut am Mittwoch

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Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister endete am Dienstagabend ergebnislos – Erneute Eurogruppen-Gespräche für Mittwoch geplant


Nach dem Scheitern der Schuldengespräche zwischen Griechenland und den Gläubigern läuft um Mitternacht das Hilfsprogramm aus. Zudem steht eine Zahlung von 1,6 Milliarden Euro an den IWF an, Athen bittet laut "Bild" um Aufschub. Griechenland hat am Montag angekündigt, diese Zahlung nicht leisten zu wollen.

Die griechische Regierung hat bei den Europartnern einen zweijährigen Kredit in Höhe von rund 29 Milliarden Euro beantragt. Diese Summe aus dem Rettungsfonds ESM solle ausschließlich zur Ablösung fälliger Schulden im Zeitraum 2015 bis 2017 verwendet werden, heißt es in dem Brief an Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, der dem STANDARD vorliegt

Wenige Stunden vor dem Auslaufen des Hilfsprogramms für Griechenland berieten die Euro-Finanzminister die neuesten Vorschläge aus Athen. Um 19.00 Uhr MESZ war eine Telefonkonferenz angesetzt. Dabei sollte die neue Bitte der griechischen Regierung erörtert werden, die am Nachmittag eingegangen sei. Griechenland hatte vorgeschlagen, eine Vereinbarung für zwei Jahre zu treffen, in denen Finanzmittel aus dem Euro-Rettungsfonds ESM fließen sollen. Zu einer Einigung kam es vorerst jedoch nicht: Damit läuft das Hilfsprogramm ab Mittwoch 0:00 Uhr aus. Für Mittwochvormittag wurde eine neue Telefonkonferenz angesetzt um über neue Vorschläge aus Athen zu diskutieren. (30.6.2015)