Griechenland will IWF-Kreditrate nicht bedienen

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Juncker ruft Griechen dazu auf, beim Referendum mit "Ja" zu stimmen – Merkel: "Wollen den Griechen nichts vorschreiben" – Tsipras: "Werde Austeritätspolitik nicht ausführen" – 20.000 demonstrieren in Athen


In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Ereignisse rund um Griechenland. Nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Euroländern in der vergangenen Woche kündigte Regierungschef Alexis Tsipras am Freitagabend an, ein Referendum zum Sparpaket abhalten zu wollen.

Eineinhalb hektische Tage später wurde am Sonntagabend bekannt, dass die griechischen Banken ab Montag geschlossen haben und griechische Bürger bis zum 6. Juli nur 60 Euro pro Tag abheben können. Nun steht Griechenland, der Eurozone, der EU und den Börsen eine turbulente Woche bevor.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Montag, es sei das legitime Recht der Griechen, ein Referendum anzusetzen. Auch das Ergebnis vom Sonntag werde man akzeptieren, betonte Merkel.

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist heute vor die Presse getreten: Er fühle sich vom griechischen Premier Alexis Tsipar verraten, Tsipras habe auf dem Weg zu einer "bestmöglichen Einigung" den "Schwung einseitig durch die Ankündigung des Referendums vom Tisch gefegt". Trotzdem sei er entschieden gegen einen Grexit, "das wird nie eine Option sein". Die Rede Junckers klang teilweise wie ein trauriger Abgesang auf Griechenland, doch gleichzeitig betonte er seine Hoffnung, die Eurozone "bleibt zu Neunzehnt und sogar, dass wir mehr werden".

derStandard.at hält Sie heute mit Updates zur Lage auf dem Laufenden. (29.6.2015)