Hypo-Live-Ticker: Geschäfte von Ex-Haider-Vize im Blick

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Ex-Hypo-Aufsichtskommissär Karl Pfeifenberger wurde befragt


Die Befragung von drei ehemaligen Kärntner Landespolitikern hat am Dienstag im Hypo-U-Ausschuss mehr als zwölf Stunden gedauert. Der verurteilte frühere Kärntner ÖVP-Chef und -Landesrat Josef Martinz und Aufsichtsratschef der Kärntner Landesholding (2006 bis 2012) und der ehemalige Finanzlandesrat Kurt Pfeifenberger wurde mehr als fünf Stunden befragt.

Die milliardenschweren Landeshaftungen Kärntens für die Hypo Alpe Adria waren bis zum Verkauf an die BayernLB kein großes Thema, das Risiko "nicht wirklich präsent", sagte Martinz vor dem U-Ausschuss. Beim Verkauf an die deutsche Landesbank sei die Abgabe der Haftungen zwar ein Thema gewesen, aber die Bayern hätten "die Haftungsübernahme kategorisch abgelehnt".

Nicht erfolgreiche Klagen des US-Anwalts Ed Fagan gegen die Hypo Alpe Adria in Millionenhöhe aus dem Jahr 2004 waren am Dienstag kurz Thema im Hypo-U-Ausschuss. "Die Klagen von Fagan wurden mir berichtet", so der Ex-SPÖ-Politiker und damalige Landesholding-Aufsichtsrat Karl Markut.

Für Aufsehen sorgte ein Arbeitsvertrag von Pfeifenberger mit der Hypo Alpe Adria. Nach dem Ausscheiden aus der Politik im Februar 2005 sollte er den Aufbau einer Bioenergie-Tochter der Hypo leiten. SPÖ-, Team Stronach-, Neos- und Grüne-Vertreter orteten eine mehr als schiefe Optik, weil Leistungen und die Verrechnung scheinbar nicht übereinstimmen.

Kommenden Donnerstag sind die ehemaligen Aufsichtsräte der Kärntner Landesholding, Günther Pöschl (9.00 Uhr) und Dietmar Schwarzenbacher (12.00 Uhr) geladen. Der für Nachmittag vorgesehene Ex-Aufsichtsrat Klaus Bussfeld ist wegen "schwerwiegenden familiären Gründen" verhindert. (red, 23.6.2015)