Westenthaler von Betrugs- und Untreuevorwurf freigesprochen

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Das Landesgericht Wien sprach den früheren Haider-Weggefährte Peter Westenthaler am Freitag frei


Wien - Der ehemalige BZÖ-Obmann und Ex-Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga Peter Westenthaler ist am Freitagnachmittag im Wiener Straflandesgericht vom Vorwurf des schweren Betrugs und der Untreue als Beteiligter zur Gänze freigesprochen worden. Auch für seinen ehemaligem Co-Vorstand Thomas Kornhoff gab es einen Freispruch.

Während Richter Wolfgang Etl zur Begründung dieser Entscheidungen ansetzte, lehnte sich Westenthaler mit deutlichen Anzeichen großer Erleichterung auf der Anklagebank zurück.

Die Anklage hatte Westenthaler und Kornhoff vorgeworfen, im Jahr 2003 den Nationalrat getäuscht und dem Fußballnachwuchs Gelder, die für ihn bestimmt waren, vorenthalten zu haben, um aus der Jugendförderung offene Schulden bei der Republik zu tilgen.

In der Lotterien-Causa ging es um Westenthalers Zeit als Spitzenkandidat des BZÖ im Nationalratswahlkampf 2006. Damals habe die Werbeagentur des BZÖ ein neunseitiges "Gutachten" für die Lotterien erstellt - um den stolzen Preis von 300.000 Euro. Thema: "Responsible Gaming", also verantwortungsvolles Glücksspiel. Westenthaler wurde in dieser Causa Untreue vorgeworfen. Angeklagt ist auch der langjährige Casinos-AG-Chef Leo Wallner, sein Verfahren wurde wegen Krankheit aber ausgeschieden.

derStandard.at berichtete live.