EZB schwemmt Märkte mit Anleihenkäufen von 60 Milliarden pro Monat

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Die EZB will im Notfall für eine unbegrenzte Zeit intervenieren und Staatspapiere kaufen, bis die Inflation in der Eurozone spürbar anzieht


  • Die Europäische Zentralbank öffnet die Geldschleusen sperrangelweit. Die EZB wird massenhaft private Bonds und Staatsanleihen aufkaufen, wie EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag auf einer Pressekonferenz ankündigte.
  • Geplant sind Wertpapierkäufe im Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat. Im März soll mit dem Kauf von Staatsanleihen mit Top-Bonitätsnoten begonnen werden.
  • Das Programm soll bis Ende September 2016 laufen. Die Wertpapierkäufe würden gemäß den Anteilen der Staaten an der EZB erfolgen. Insgesamt sollen so um 1,14 Billionen Euro Anleihen gekauft werden.
  • Mit den Maßnahmen wollen die Währungshüter die Wirtschaft beleben und einen gefährlichen Preisverfall auf breiter Front, eine Deflation, verhindern.

(red, derStandard.at, 22.01.2015)