Grasser sah keine zweckwidrige Geld-Verwendung 

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Zehnter Verhandlungstag im Prozess gegen Peter Westenthaler


Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist im Prozess gegen seinen vormaligen politischen Weggefährten Peter Westenthaler als Zeuge befragt worden. Westenthaler soll eine Förder-Million, die den Bundesliga-Vereinen für den Nachwuchs zukommen sollte, widmungswidrig verwendet haben. "Ich habe bis heute keine Wahrnehmung dazu, dass Geld zweckwidrig verwendet wurde", meinte Grasser allerdings dazu.

Zum Abschluss dehnte Staatsanwältin Barbara Schreiber ihre Anklage noch insoweit aus, als sie nun von der Bundesliga die gesamte Förder-Million und nicht - bisher - nur 500.000 Euro abgeschöpft haben möchte. Das Beweisverfahren habe ergeben, dass auch die Nachfolger Westenthalers, der im August 2004 die Bundesliga verlassen hatte, von der unredlichen Herkunft der Förder-Gelder wussten. Daher seien auch jene beiden Tranchen zurückzubezahlen, die am 10. August 2004 und am 2. Februar 2005 bei der Bundesliga eingelangt waren, argumentierte Schreiber.