Mitterlehner mit 99 Prozent zu ÖVP-Chef gewählt

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Delegierte am Parteitag gaben neuem Parteichef größte Zustimmung seit 30 Jahren


Wien - Die ÖVP hat Reinhold Mitterlehner mit einer überraschend hohen Zustimmung zum neuen Parteichef gewählt. 99,1 Prozent der Delegierten gaben dem Oberösterreicher ihre Stimme.

Sein Vorgänger Michael Spindelegger hatte im Mai 2011 noch 95,9 Prozent der Stimmen erhalten.

Für ihren Parteitag hatte sich die ÖVP die "Metastadt" in der Wiener Donaustadt ausgesucht. Geladen waren 528 stimmberechtigte Delegierte, rund 500 Gastdelegierte und 57 Delegierte mit beratender Stimme.

Neben dem Parteichef selbst wurden auch dessen Stellvertreter gewählt. EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger bekam 94,7 Prozent, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner 92,9 Prozent, Außenminister Sebastian Kurz wurde mit 98,4 Prozent gewählt, Klubobmann Reinhold Lopatka brachte es auf 94,9 Prozent.

Mitterlehner nahm die Wahl an, es sei "viel zu tun, aber ich werde es angehen", verabschiedete er sich von den Delegierten. Davor hatte der neue Chef die Partei auf eine veränderte Zukunft unter seiner Führung eingeschworen. derStandard.at berichtete live aus Wien-Donaustadt. (red, derStandard.at, 8.11.2014)