Sprayer "Puber" bekennt sich teilweise schuldig

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Der 30-Jährige soll seinen Künstlernamen systematisch im öffentlichen Raum in der ganzen Stadt hinterlassen haben. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm sechs Monate bis fünf Jahre Haft


Wien - Am Mittwoch hat am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den Schweizer Renato S. wegen schwerer Sachbeschädigung begonnen. Ihm wird angelastet, in 232 Fällen den Tag "Puber" mit Farbspray vor allem an Gebäuden angebracht zu haben. Seit seiner Festnahme Anfang März sitzt der 30-Jährige in Untersuchungshaft. Einen Antrag auf Fußfesseln lehnte das Landesgericht im Juni ab.

Der Prozess ist für Mittwoch und Donnerstag unter dem Vorsitz von Richter Wilhelm Mende anberaumt. Ob bereits am zweiten Tag ein Urteil ergehen wird, ist fraglich. Neben 30 Vertretern von Privatbeteiligten - darunter die Stadt Wien und die Wiener Linien - wurden 40 Zeugen geladen.

S. soll Schäden in der Höhe von weit über 50.000 Euro angerichtet haben, weshalb ihm nach § 126 StGB bei einem Schuldspruch eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren droht. Ein grafologisches Gutachten belastet ihn. Er hat sich am Mittwoch teilweise schuldig bekannt. (mcmt, derStandard.at, 23.7.2014)