Tierschützer: Freisprüche im Nötigungsverfahren

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Am Montag wurde der zweite Teil der übriggebliebenen Vorwürfe im Tierschützerprozess verhandelt


In der Neuauflage des Wiener Neustädter Tierschützerprozesses standen am Montag drei Aktivisten wegen versuchter schwerer Nötigung vor Gericht. Sie waren am 2. Mai 2011 vom Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation freigesprochen worden - doch die Staatsanwaltschaft hielt am Vorwurf der Nötigung fest, das Oberlandesgericht Wien gab der Berufung statt.

Die Anklage stützte sich auf zwei Ereignisse: Einerseits ging es um eine Anti-Pelzhandel-Demonstration vor dem Unternehmenssitz der Bekleidungsfirma Kleiderbauer in Perchtoldsdorf im Februar 2008. Die damalige Pressesprecherin des Bekleidungshandels, die gerade mit dem Auto von der Zentrale wegfahren wollte, gab später an, sich von den Tierrechtlern bedroht gefühlt zu haben. Eine der drei Angeklagten war zudem wegen versuchter schwerer Nötigung angeklagt, weil sie auf der Hauptversammlung des Bekleidungsunternehmens Escada, deren Kleinaktionärin sie war, eine Rede gegen den Pelzverkauf gehalten hatte.

Angeklagte bekannten sich "nicht schuldig"

Die zwei Männer und eine Frau hatten sich im nunmehrigen zweiten Rechtsgang "nicht schuldig" bekannt. Die von Einzelrichter Erich Csarmann verkündeten Freisprüche sind nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab. (red, derStandard.at, 19.5.2014)