Krim: 95 Prozent für Eingliederung in die Russische Föderation

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Auszählungsergebnisse: Große Mehrheit stimmt in Referendum für die Eingliederung - Wahlbeteiligung über 80 Prozent


Allen Sanktionsdrohungen gegen Russland zum Trotz stimmten die Bewohner der Krim am Sonntag über einen Anschluss der ukrainischen Halbinsel an die Russische Föderation. 1,5 Millionen Bürger waren aufgerufen ihre Stimme abzugeben. Die überwiegend russische Bevölkerung votierte erwartungsgemäß für eine Eingliederung, Hochrechnungen zufolge mit mehr als 95 Prozent Zustimmung. Der Westen lehnt die Abstimmung als völkerrechtswidrig ab und hat Sanktionen gegen Russland angekündigt.

Hohe Beteiligung

Die Wahlbeteiligung lag am frühen Nachmittag bei annähernd 50 Prozent, sagte der prorussische Regierungschef Sergej Aksjonow am Sonntag Mittag im russischen Fernsehen. Von den rund zwei Millionen Krim-Bewohnern sind fast 60 Prozent Russen. Die Wahllokale schlossen um 19.00 Uhr (MEZ).

Vereinzelt kam es am Sonntagnachmittag zu Ausschreitungen: In der ostukrainischen Stadt Donezk drangen prorussische Demonstranten in das Hauptquartier der Sicherheitskräfte  das Büro des Staatsanwalts ein, in Charkiw griffen Demonstranten Polizisten mit Tränengas an.

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Für derStandard.at tickern Bert Eder, Sebastian Pumberger und Michael Vosatka aus der Redaktion in Wien, André Ballin berichtet von der Krim.