Krise in der Ukraine: Putin bestreitet Übernahme der Krim durch russisches Militär - Gibt Janukowitsch keine politische Zukunft

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Russische Militärübung in der Nähe der Ukraine beendet - UN-Sicherheitsrat: Russland stützt sein Handeln auf Hilferuf von Janukowitsch


Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in einer Pressekonferenz von den separatistischen Bewegungen auf der Krim distanziert. Moskau unterstütze den Separatismus auf der ukrainischen Halbinsel nicht, betonte Putin am Dienstag in Moskau. Zugleich trat er Berichten entgegen, wonach die russische Armee die Krim unter ihre Kontrolle gebracht habe. "Lokale Selbstverteidigungskräfte" hätten die dortigen Regierungsgebäude übernommen, sagte Putin.

Zuvor wurden erste Konsequenzen gegen Russland ausgesprochen. Die USA beenden vorerst ihre militärische Zusammenarbeit mit Russland. Alle "militärischen Verbindungen" seien unterbrochen worden, teilte das Pentagon am Montag in Washington mit. Dies betreffe bilaterale Treffen und Übungen, die Zwischenstopps von Schiffen sowie militärische Planungskonferenzen. Dieser Schritt erfolge "vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in der Ukraine", hieß es weiter.

Russland wird in der Erklärung aufgerufen, die russischen Streitkräfte auf der Krim in ihre Stützpunkte zurückzubeordern und für eine Entschärfung der Krise zu sorgen. Die EU droht ebenfalls mit Sanktionen, sollte Moskau seine Truppen nicht zügig von der ukrainischen Halbinsel zurückziehen. US-Außenminister John Kerry trifft heute in Kiew zu Gesprächen mit der interimistischen ukrainischen Regierung ein. (APA/red, 4.3.2014)

Für derStandard.at tickern Teresa Eder, Manuela Honsig-Erlenburg, Michaela Kampl, Berthold Eder und Michael Vosatka aus Wien. Nina Jeglinski liefert Eindrücke aus Kiew und André Ballin berichtet aus Moskau.