Hochwasser in Österreich: Live-Bericht am Montag

Liveticker

Während im Westen die Pegelstände zurückgehen, steigen sie im Osten immer noch an. In Salzburg werden weiterhin zwei Personen vermisst, in den Innenstädten Melks und Schärdings steht das Wasser meterhoch


In Österreich hat sich der Schwerpunkt des Hochwassers am Montag nach Osten verlagert. Bei Kienstock in der Wachau wurde um 16.25 Uhr die Zehn-Meter-Marke gemessen. Bis Dienstag soll der Pegel sogar auf 10,95 Meter steigen. Das wären fünf Zentimeter mehr als der Höchststand beim Hochwasser am 14. August 2002. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer hat inzwischen eingestanden, die Ausmaße der Fluten unterschätzt zu haben. "Die Prognose war falsch", sagte er am Montag in Linz.

In Vorarlberg, Tirol und Salzburg haben mittlerweile die Aufräumungsarbeiten begonnen. In St. Johann im Pongau war am Sonntag nach einem Erdrutsch ein Toter zu beklagen. Am Montag wurde auch die Leiche eines Mannes in Vorarlberg gefunden, der vermutlich in einem Hochwasser führenden Kanal ertrunken war. In Taxenbach im Salzburger Pinzgau wird nach einem Murenabgang nach zwei Vermissten gesucht. In Tirol engleiste ein Zug, viele Bahn- und Straßenabschnitte waren am Montag weiterhin gesperrt. Am Nachmittag wurde auch der gesamte Schiffsverkehr auf der Donau gestoppt. (APA/red, derStandard.at, 3.6.2013)