Bankenvertreter tragen wenig zur Aufklärung bei

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Monika Rathgebers Geschäftspartner bei der Deutschen Bank stellten sich den Fragen der Abgeordneten


Am Dienstag hatte der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Salzburger Finanzskandals die Deutsche Bank im Visier. Der Leiter des Risk Management Service bei der Deutschen Bank, Günter Lassak, erklärte am Nachmittag vor dem U-Ausschuss seine Doppelrolle. Er war einerseits zuständig für den Risiko-Report des Landes, saß aber zwischen Juli 2007 und Februar 2009 auch im Finanzbeirat des Landes. "Meine Rolle war dort auch strikt auf das Risikoreporting beschränkt", erklärte Lassak. 2009 sei er aus dem Finanzbeirat ausgeschieden, weil die Deutsche Bank ein Geschäft mit dem Land nicht abschließen wollte, worauf Paulus ihn nicht mehr bei den Sitzungen haben wollte. "Paulus hat immer großen Wert darauf gelegt, dass das Land Salzburg entscheidet welche Geschäfte abgeschlossen werden", betont Lassak.

Am Vormittag wurde der Leiter der Deutschen Bank in Österreich, Rainer Polster, befragt. Er berief sich bei vielen Fragen auf das Geschäftsgeheimnis. Auch zur Geschäftsbeziehung mit dem Land Salzburg konnte Polster nicht viel beitragen, da er erst seit 2010 seinen Posten ausführe.

Die Befragung von Michael H., jenem Mitarbeiter der Deutschen Bank, der Kontakt zu Ex-Finanzreferent David Brenner (SPÖ) gehabt hat, ergab ebenso wenig Neues. Er bestätigte, Brenners Aussage, wonach er 2008 Brenner über den allgemeinen Stand der Märkte informierte. Über einzelne Geschäfte des Landes Salzburg habe er aber nicht mit Brenner gesprochen.