Burgstaller: "Wir wurden getäuscht, wie unser Bundesland dasteht"

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Landeshauptfrau bekräftigt: Habe erst im Dezember von Spekulationsverlusten aus Risikogeschäften erfahren


Mit der Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) ist die bisher prominenteste Auskunftsperson vor den Salzburger Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Finanzskandals getreten. In ihrem Eingangsstatement erklärte sie erneut, erst im Dezember 2012 von den drohenden Spekulationsverlusten des Landes erfahren zu haben. Nach Medienberichten über riskante Spekulationen habe sie "immer nachgefragt und immer die Antwort erhalten, dass alles im grünen Bereich sei, es gebe nur Schuldenmanagement, keine riskanten Spekulationen," so Burgstaller. Die Landeshauptfrau weiter: "Wir unterliegen der Gefahr, dass wir mit dem heutigen Wissen Vorgänge von damals beurteilen. Vieles haben wir Anfang Dezember noch nicht gewusst. Wir mussten uns auch noch Fachwissen aneignen."

Auch Personallandesrat Sepp Eisl (ÖVP) wird sich den Fragen der Abgeordneten stellen. Ebenfalls werden noch zwei leitende Beamte der Personalabteilung des Landes gehört, auch sie werden wohl zu den disziplinären Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal befragt. Die Sitzung des Ausschusses ist für den ganzen Dienstag anberaumt.