Telekom-Kurspflege tut Fischer leid

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Ex-Firmenchef Sundt und Ex-Finanzchef Colombo plädieren auf nicht schuldig, ehemaliger Festnetzvorstand Fischer legt Teilgeständnis ab


Heute geht es am Wiener Straflandesgericht um die Kursaffäre der Telekom Austria. derStandard.at berichtet live. Vor Gericht stehen Ex-TA-Generaldirektor Heinz Sundt, Ex-Festnetz-Vorstand Rudolf Fischer, Ex-Finanz-Vorstand Stefano Colombo, Ex-TA-Manager Josef Trimmel und Euro-Invest-Bankier Johann Wanovits.

Rudolf Fischer hat im Prozess um Kursmanipulation ein Teilgeständnis abgelegt. Er räumte am Montag vor dem Landesgericht Wien ein, eine Zahlung von 500.000 Euro an einen Banker abgesegnet zu haben, damit dieser den Aktienkurs durch massive Käufe kurzfristig hochtreibt. Dadurch wurde Ende Februar 2004 ein Aktien-Optionsprogramm ausgelöst, von dem 95 Manager profitierten. Sie erhielten insgesamt rund 8,8 Millionen Euro. "Ich weiß, dass das ein Fehler war, es tut mir leid", sagte Fischer. Es habe jedoch keine verbindliche Vereinbarung mit dem Banker gegeben. Dieser habe die Aktien auf sein eigenes Buch und Risiko gekauft.

Fischers Vorstandskollegen - Ex-Firmenchef Heinz Sundt und Ex-Finanzchef Stefano Colombo - plädierten auf nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei früheren Spitzenmanagern sowie einem Bereichsleiter und dem involvierten Banker Untreue vor. Die Ex-Vorstände hätten mit dem Auftrag für die Aktienkäufe ihre Befugnis missbraucht und dem Unternehmen zudem durch mehrmalige Prämienzahlungen für den Banker einen Schaden zugefügt, sagte Staatsanwalt Hannes Wandl. Der belaufe sich insgesamt auf 10,6 Millionen Euro. Den Ex-Managern drohen jeweils bis zu zehn Jahren Haft.  (Reuters, 11.2.2013)