"Kröten"-Prozess: Kurt Scheuch muss zahlen und sich entschuldigen

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Diversion: FPK-Chef muss sich bei Richter entschuldigen und 6.600 Euro zahlen - Hatte Freimaurer hinter Urteil gegen Bruder vermutet


Der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter und FPK-Chef Kurt Scheuch musste sich am Freitag wegen Beleidigung vor Gericht verantworten. Er hatte einen Klagenfurter Richter vor Publikum als "Kröte" bezeichnet - und zwar jenen Richter, der seinen Bruder, den ehemaligen FPK-Obmann Uwe Scheuch, in erster Instanz in der "Part of the Game"-Affäre verurteilt hatte. Vor Gericht zeigte sich Scheuch geständig, nachdem ihm Richter Harald Stellwag eine diversionelle Regelung in Aussicht gestellt hatte. Scheuch sagte zu, eine Geldbuße in der Höhe von 6.600 Euro zu zahlen und sich überdies schriftlich bei Richter Christian Liebhauser-Karl zu entschuldigen. Die Entschuldigung müsse öffentlich gemacht werden, forderte die Staatsanwältin.

Die Verhandlung war von Klagenfurt nach Leoben verlegt worden, weil sich alle Kärntner Richter für befangen erklärt hatten.

Scheuch zeigte sich nach der Verhandlung zufrieden: "Ich habe mir in meinem ganzen Leben strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen und werde das auch weiterhin so halten", meinte er. Über das (vorläufige) Ende sei er "froh", "ich habe mich in den letzten Monaten gefühlt wie ein gehetztes Reh." (red, derStandard.at)