Küssel-Prozess: Die Frage des Codes und ein entspanntes Verhör

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An Vernehmungen des Mitangeklagten Wilhelm A. beteiligte Beamte sagten im Zeugenstand aus - Nächster Termin im Oktober


Heute ging es im Prozess rund um die Neonazi-Websites und "alpen-donau.info" und "alinfodo.com" weiter. Neben der Szenen-Größe Gottfried Küssel sind Wilhelm A. und Felix B. der nationalsozialistischen Wiederbetätigung angeklagt, weil sie für die Websites verantwortlich gezeichnet haben sollen.

Die Befragung jener zwei BeamtInnen, die mit den mehrmaligen Vernehmungen Wilhelm A.s betraut waren, brachte wenig Neues zutage. Die Gesprächsatmosphäre mit A. sei "sehr entspannt" gewesen, A. habe die Formulierungen sehr genau genommen - ein Widerspruch zur früheren Aussage A.s, wonach er zum Teil nicht wahrheitsgemäß ausgesagt habe, weil er von der Polizei dazu "gezwungen" worden sei und sich von seiner "erwartungsgemäßen" Aussage eine vorzeitige Enthaftung versprochen habe. 

Beide Beamten gaben an, sie hätten Küssel als den "Betreiber" der Nazi-Websites gesehen - ob Küssel über Zugangscodes verfügte, konnten jedoch beide Zeugen nicht beantworten.

Nächster Termin im Küssel-Prozess ist der 17. Oktober 2012.